Eine furchtbare Unart verbreitet sich zusehends unter den modernen Hexen dieser Welt!
Plötzlich kann sich jeder Hinz und Kunz eine Hexe schimpfen, dem gerade danach ist, der sich so fühlt, oder meint es zu sein.
Was bitte ist aus der Nachweispflicht geworden??? Schweinerei!

Also Klartext:
Um wirklich eine Hexe zu sein, muß man schon etwas vorweisen können. Nur dann wird man als Hexe auch wirklich ernst genommen. Und ich spreche jetzt nicht von einer Sammlung von Tarotkarten, einem Einheitsmampf-Kelch oder ähnlichem Firlefanz.

Ich spreche hier von Zertifikaten, Urkunden, Diplomen und wenn es unbedingt sein muß einem Stammbaum bzw. Nachweis aus der Zunft. Alles andere ist Pille-Palle.

Wenn also wirklich jemand eine Hexe werden/sein will, dann sollte er rasch überlegen, wo er möglicherweise folgende Dokumente verlegt hat. Oder sie schnellstens in seinen Besitz bringen:

Zertifikate, Urkunden und Diplome:
Diese überaus wichtigen Dokumente erhält Hex´ wenn sie erfolgreich eine der unzähligen Hexenschulen absolviert hat. Diese Papiere sind der Nachweis für viele Stunden harte Arbeit, Lernerei und das permanente Überziehen des Kontorahmens auf der Bank.
Sie dienen weiters dazu, daß man nachvollziehen kann auf wessen ultimative Leere ähm... Lehren die neue Hexe hereingefall... ähm (was ist heute nur los mit mir?) bildungsmäßig folgt.
Mit einem Hexendiplom und ähnlichen Dokumenten kann eine Hexe, die im Dienstleistungsgewerbe tätig ist mächtig Eindruck schinden, in einem hübschen Rahmen schmückt es aber auch jedes Wohnzimmer.
Wahlweise kann die Hexe auch mit diesem Diplom in der Luft wedeln, wenn sie ein Ritual abhält, um den Göttern auf diese Weise zu zeigen, wer sie ist und was sie kann.

Ein Stammbaum:
Ein Diplom und ähnliches erspart man sich natürlich, wenn man nachweisen kann, daß man aus einem uralten Hexengeschlecht stammt. In diesem Fall reicht ein simpler Stammbaum, der mindestens bis zu Lilith zurückgehen sollte und nachweislich belegt, daß in jeder Generation mindestens 3 Hexen gelebt haben (wir wissen ja alle, die magische 3...).

Ein Initiationsnachweis:
Weil wir Hexen ja nicht kleinlich sein wollen, lassen wir auch einen Initiationsnachweis gelten. Dieser sollte zumindest ein kleines Buch (Din A4 - 100 Blatt reichen völlig) füllen.
Wichtig hierbei sind die persönlichen Daten inklusive Telefonnummer, Adresse und realem Namen der Priesterin und des Priesters die die Einweihung vorgenommen haben, deren Initatoren, und deren Initiatoren usw...
Wenn man bei der Zeit angelangt ist, wo eben jene Menschen kein Telefon hatten, weil es noch nicht erfunden war, genügen neben dem Wohnort noch die Geburts- und Sterbedaten, weiters der Friedhof auf dem sie jetzt zu finden sind (falls mal jemand nachfragen will).
Dieses Buch ist immer mitzuführen!