Ja, ich bin eine Hexe. Und das schon seit vielen Jahren.
Ich habe diesen Weg gewählt, weil ich der Natur näher sein wollte, und weil mich vieles, was ich über diesen Weg erfahren habe fasziniert und angesprochen hat.

Doch heute wage ich es kaum noch mich als Hexe zu "outen", denn wenn man sich als Hexe bezeichnet wird man automatisch mit Wesen in einen Topf geworden, mit denen ich als Mensch nichts zu tun haben möchte.

Hexen: Das sind doch die Spinner, die nackt im Wald rumhüpfen.
Hexen: Das sind doch die Kinder, die bestimmte Fernsehserien zu ernst nehmen.
Hexen: Das sind doch die Emanzen, die Manner verachten
Hexen: Das sind doch die, die sich ständig bekriegen und mit Schlamm bewerfen
Hexen: Das sind doch die, die nur von Licht und Liebe reden, und die Augen vor der Realität verschließen.

Ich habe die Nase voll von solchen Assoziationen. Aber sowas von gestrichen voll. Wie komme ich dazu, immer die gleichen blöden Kommentare entkräften zu müssen? Wie komme ich dazu mich für Dinge verteidigen zu müssen, die mir, gelinde gesagt am A... vorbei gehen.

Ich habe natürlich einen Namen - aber da ich die Entwicklung der Hexengilde in den letzten Jahren verfolgt habe, müßte ich schön blöd sein, um diesen hier öffentlich zu nennen.

Darum verbleibe ich in der Hoffnung, daß so mancher Mensch zu denken beginnt...

Die Hexe