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Ich habe den Titel für diesen Text bewußt
gewählt. Als Drogen bezeichnet man Substanzen, die körperlich
und/oder seelisch abhängig machen und dem Menschen auf
vielfältige Art schaden.
Jetzt wirst du dich vielleicht fragen, was Magie mit den bekannten
Drogen zu tun hat.
Um dir das, was ich hier ansprechen möchte
zu erklären greife ich auf ein Beispiel aus dem Fernsehen
zurück - es war überzogen dargestellt, zeigt sich
aber gerade unter Junghexen in ähnlicher Form immer häufiger.
Du kennst vermutlich die Fernsehserie Buffy. Und du hast vielleicht
gesehen, wie Willow - die fernsehgerechte Aufbereitung einer
Hexe - immer mehr zauberte, bis sie schließlich nicht
mehr leben konnte, ohne für alles und jedes Magie einzusetzen.
Bei ihr kam es zu regelrechten Entzugserscheinungen, als sie
nicht mehr zaubern sollte.
Nun ganz so schlimm ist es in Wahrheit nicht.
Magie ist verlockend, weil es manchmal den Anschein hat, als
würde man mit Magie alles erreichen können. Und
gerade Junghexen am Beginn ihres Weges glauben daran nur zu
gerne. Da wird vor jeder Prüfung ein Ritual abgehalten,
wegen jedes Problems und wegen aller Sorgen. Natürlich
werden auch die Tarotkarten oder das Pendel befragt. Und das
immer häufiger.
Manchmal kommt es dann vor, daß man jedes Vertrauen
in sich selbst verliert. Und das Gefühl macht sich breit,
daß man aus eigener Kraft keine Entscheidung treffen,
und kein Problem mehr lösen kann. Und so wird immer mehr
"gezaubert" und "orakelt".
So lange, bis es ohne Magie scheinbar gar
nicht mehr geht. Darum sage ich, daß Magie soetwas wie
eine Droge sein kann.
Achte also darauf, daß du dein Leben
nicht zu sehr auf Magie aufbaust, denn Magie soll das Leben
bereichern, mit einer weiteren Facette ausstatten - nicht
bestimmen!

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