Deine Eltern haben vielleicht Dinge in deinem Zimmer gefunden, die für dich "normal" sind, für sie aber gänzlich unbekannt - bzw. haben sie eine andere Vorstellung zu ihrem Zweck. Vielleicht haben sie auch den Geruch deiner Räucherungen bemerkt. Oder aber, sie sehen eine Veränderungen an dir. Du selbst nimmst es vielleicht gar nicht wahr, deine Eltern merken jedoch sofort, daß etwas an dir "anders" ist.

Und nun versetze dich in ihre Lage. Dein Kind ändert ohne ersichtlichen Grund sein Verhalten. Es hat "seltsame" Dinge in seinem Besitz, dessen Verwendungszweck dir ein Rätsel ist. Sprichst du es auf die Ding an, reagiert es gereizt, sagt vielleicht sogar, daß dich das gar nichts angeht.
Wie würdest du reagieren?

Deine Eltern machen sich natürlich Sorgen um dich. Sie lieben dich schließlich. Sie wollen natürlich, daß du glücklich bist, aber den Zusammenhang zwischen deinem persönlichen Glück und einem Dolch verstehen sie nicht. Natürlich nicht! Woher auch, wenn du nicht mit ihnen sprichst?
Deine Eltern sehen nur, daß du dich mit Dingen befaßt, die sie nicht verstehen und nicht nachvollziehen können. Sie sehen das Pentagramm, das du vielleicht seit kurzen um den Hals trägst. Sie sehen, daß du deine Nase n Bücher steckst, die eigenartige Namen tragen. Und sie sehen, daß du dich in dein Zimmer zurückziehst, und sie aus deinem Leben ausschließt.

Jetzt machen sie sich ernsthafte Sorgen. In den Medien hört man viel von Satanisten, schwarzen Messen und grausigen Ritualen. Und sie wissen nicht, daß das was sie da hören nichts mit dem Hexentum zu tun hat. Und gerade wenn du dich ihnen nun entziehst, dich in dein Zimmer einschließt und ein großes Geheimnis um alles machst, bestätigst du ihre Ängste.

Ängste, die ihnen schreckliche Bilder vorgaukeln. Sie sehen förmlich, wie du in Schwierigkeiten gerätst, denken an schwarze Messen und blutige Rituale. Sie haben Angst, dich zu verlieren. Sie fürchten vielleicht, daß du in die Fänge einer gefährlichen Sekte gerätst, oder aber mit Menschen Umgang hast, denen sie nicht im Dunkeln begegnen möchten.

Und je mehr du dich ihnen entziehst, desto mehr bestätigst und bekräftigst du diese Sorgen.
Versuche dich also einmal in die Gedanken deiner Eltern zu versetzen... und frage dich, wie es dir gehen würde.