So wie es Dinge gibt, die ich liebe, gibt es natürlich auch Dinge, die ich auf den Tod nicht ausstehen kann.

Intrigenschieberei
Intrigen werden heute fast immer und überall gesponnen. Im Büro, wo einige Leute es nicht vertragen, daß ein anderer erfolgreicher ist, im Internet, wenn ein Homepagebesitzer einem anderen den Erfolg seiner Seite nicht gönnt (und das obwohl er den Menschen gar nicht kennt), in so manchem Freundeskreis, wo einem ins Gesicht gelächelt und hinterrücks das Messer gewetzt wird. Ich hasse es. Ja wirklich. Wenn mich wer nicht leiden kann - soll er es mir ins Gesicht sagen. Aber dieses Intrigenspinnen ist einfach lächerlich.

Gerüchte
Ich hasse es, wenn jemand Gerüchte in Umlauf bringt. Und dabei ist es mir völlig wurscht - wie man bei uns in Wien sagt - ob die Zielperson ein Promi ist, oder ein "normaler" Mensch. Ich kann nicht verstehen, wie jemand Klatschbätter lesen, und vor allem erstnehmen kann. Und ich kann nicht verstehen, warum manche Menschen Gerüchte als Mittel einsetzen anderen zu schaden. Gerüchte sind meist mit Schaden verbunden. Denn auch wenn die Zielperson auf Nachfrage angibt, daß ihr die Gerüchte egal sind - ich denke schon, daß ein Teil von ihr sich kränkt, oder sich fragt, warum dies verbreitet wurde. Gerüchte können enormen Schaden verursachen. Und meist nicht nur für die Zielperson alleine - immerhin, an ihr hängt meist eine Familie, die darunter leidet, daß Gerüchte im Umlauf sind.

Blinde Zerstörungswut
Ich könnte schreien, wenn ich sehe, daß Parkbänke oder Kinderspielplätze mutwillig zerstört wurden. Ich könnte schreien, wenn ich sehe, daß Häuserwände mit Graffitti beschmiert werden. Ich könnte weinen, wenn Pflanzen aus Spaß an der Freude ausgerissen und Tier gequält werden. Was bringt das? Und warum tun Menschen sowas? Sind es Aggressionen, die sich aufgestaut haben? Und wenn dem so ist, gibt es da wirklich keine andere Methode, diese loszuwerden?

Das Phänomen des Wegschauens
Als ich im vergangenen Winter (knapp nach Neujahr 2005) von einem Typen angegriffen wurde, der mir fast das Genick brach, sah ich aus den Augenwinkeln heraus, als ich vergeblich versuchte mich zu befreien und vor Schmerzen schnaufte, daß die Leute rund um einfach wegsahen. Es passierte am hellichten Tag in der U-Bahn. In einer Station. Die Leute rundum sahen aus dem Fenster in den dunklen Tunnel und beobachteten die Szene als Spiegelung in der dunklen Scheibe. Andere standen auf dem Bahnsteig, zeigten mit dem Finger auf mich und meinen Angreifer, doch getan hat niemand etwas. Daß er mich irgendwann losgelassen hat, wurde zur Kenntnis genommen, daß ich heute in ärztlicher Behandlung bin, weil meine Halswirbelsäule unter dem Angriff Schaden genommen hat - wenn interessiert das schon? Und ich bin nicht alleine mit derlei Erfahrungen. Das Phänomen des Wegschauens ist weitverbreitet und ich könnte schreien.