| Anis |
Anis ist bei uns nicht heimisch, wir
müssen ihn also selbst ziehen, wenn wir ihn nicht
kaufen wollen. Anis braucht einen lockeren, lehmhaltigen
Boden, und ein sonniges Plätzchen im Kräutergarten,
damit er kein Heimweh nach den Mittelmeergebieten bekommt,
in denen er eigentlich heimisch ist (und damit er gut
wächst). Die Aussaat von Anis beginnt schon früh,
sobal der Boden nicht mehr frostig ist. Im Fachhandel
bekommst du bereits vorgezogene Pflänzchen, denen
du ein Zuhause geben kannst, oder Samen um quasi bei
der Geburt dabei zu sein.
Die Erntezeit ist der Spätsommer und Frühherbst,
sobald sich die Früchte an den Dolden bräunen.
Anis macht die Kräuterhexe zur Frühaufsteherin,
da die Körner im Laufe des Tages abfallen, sollte
sie die Ernte früh beginnen. Aniskörner sollten,
wenn möglich unter freien Himmel getrocknet werden.
(Wenn das nicht möglich ist - auf dem Dachboden,
wie die anderen Kräuter) |
| Arnika |
Arnika steht unter Schutz, und darf
nicht gesammelt werden, da ist der Eigenanbau verlockend.
Aber einfach macht es einem diese Pflanze nicht! Sie
reagiert sehr empfindlich auf trockenes, warmes Klima
und darf nicht gedüngt werden. Keimlinge, die aus
samen gezogen werden entwickeln sich nur langsam und
erfordern ausreichend Feuchtigkeit. Arnika stellt die
Geduld der Kräuterhexe auf eine harte Probe, aber
mit liebevoller Pflege kann im dritten Jahr im Juli
die Ernte beginnen. Dabei werden die Blütenköpfe
gepflückt und getrocknet, die Wurzeln werden entweder
geteilt oder ganz getrocknet. Während der gesamten
3 Jahre des Wachsens und des Blühens darf Arnika
nicht gedüngt werden. Neben samen bekommt man im
Handel auch vorgezogene Pflanzen. |
| Baldrian |
Baldrian gibt es als Samen oder vorgezogene
Pflanze zu kaufen. Er bevorzugt feuchten Humusboden
als Zuhause, allerdings erhöht der Anbau auf trockenem
Boden sowohl den Ertrag der späteren Ernte als
auch die Wirksamkeit der Pflanze. Sonne oder Halbschatten
sind günstig. Da Baldrian im Licht keimt, wird
er im Herbst gesät, ohne mit Erde bedeckt zu werden.
Bis zur ersten Ernte vergehen 2 Jahre.
Zwischen Juni und August blüht Baldrian, hier mußt
du durch das Abschneiden einiger Blüten eine Grenze
setzen, damit die Wurzeln bis zur Ernte im September
schön kräftig werden und wachsen.
Erst wenn du die Wurzeln nach der Ernte trocknest bekommen
sie den typischen Baldriangeruch - vorsicht dieser Geruch
zieht Katzen aus der gesamten Umgebung an! Die Samendolden
reifen nicht gleichzetig, du mußst sie abschneiden
sobald sie braun.gelb werden, damit sich der Baldrian
nicht ungehemmt vermehrt und zum Problem wird. |
| Beinwell |
Beinwell kannst du nur in sehr feuchten
Gärten anbauen, er benötigt sehr feuchte erde,
Sonne oder Halbschatten um zu wachsen. Die stärkste
Heilwirkung zur wundbehandlung hat die Hauptwurzel kurz
vor oder nach dem Winter. Ist sie geerntet können
die Nebenwurzeln ganz problemlos die Grundlage für
neue Planzungen bilden. |
| Bibernelle |
Diese Pflanze gedeiht mühelos
auf allen Böden, und paßt sich fast jedem
Klima an, daher benötig sie kaum Pflege. Es ist
günstig sie an einem sonnigen Plätzchen zu
setzen. Die zierlichen Blütendolden blühen
im Sommer ab Juni/Juli bis in den frühen Herbst.
Mit ihrer Aussaat kann man in März beginnen, der
April ist auch noch die richtige Zeit. Das Ernten der
Wurzel kann im zeitigen Frühjahr (sobald der Frost
weg ist) oder im Oktober erfolgen. |
| Brennessel |
Andere Gartenbesitzter reißen
sie aus, wo sie sie finden, wir Kräuterhexen pflanzen
sie an - wundere dich nicht über skeptische Blicke
deines Nachbarn, wenn du deine Brennesseln hegst und
pflegst - aber die Skepsis wird vergehen, wenn du deinen
Nachbarn zu einem Frühlingssalat mit Brennesseln
und Löwenzahn einlädst...
Brennesseln wachsen auch dort wo der Boden eher ungünstig
ist (z.B an Steilhängen)sie krallen sich mit ihrem
Netz aus Wurzeln förmlich fest. Die Planze verträgt
Sonne und Schatten - und wird wachsen und gedeihen.
Brennesseln werden vor ihrer Blüte gesammelt, nach
der Ernte werden Kraut und Wurzeln getrocknet. |
| Dost |
Dost ist eine unproblematische Pflanze,
die sich hervorragend im eigenen Garten ziehen läßt.
Sie schätzt lockeren Boden, ein sonniges plätzchen
und eventuell auch Halbschatten. |
| Eibisch |
Eibisch benötigt einen sonnigen
Standort in einem leicht trockenen Boden. Nach einer
Aussaat kann man mit einer ernte erst im nächsten
Jahr rechnen. Stecklinge sind günstiger als Samen,
da ihre Blätter und Blüten schon im ersten
Herbst nutzbar sind. Eine Wurzelernst kommt erst im
Spätherbst in Frage. Die Pflanze läßt
sich duch Teilung der Wurzelstöcke vermehren. |
| Engelwurz |
Engelwurz braucht humusreichen Boden,
Halbschatten und ein wenig Pflege. Sie ist gegen Frost
unempfindlich. Die Abstände beim setzen der Pflanze
müssen etwas größer sein, da sie sehr
stark wächst. Die wurzeln können im Frühjahr
und herbst vorsichtig ausgegraben werden. Nach dem Trocknen
werde sie in Gläsern aufbewahrt. |
| Johanniskraut |
Es ist sehr genügsam, es braucht
einen sonnigen trockenen Platz zum wachsen, und wird
zur Blütezeit gesammelt. |
| Kamille |
Ein wenig feuchter, sonniger
Standort, das ist alles was die Kamille braucht um sich
wohlzufühlen. Sie ist winterfest. Eine stufenweise
Aussaat vom Frühjahr bis in den Sommer ist günstig
für eine zügige Nutzung. |
| Lavendel |
Sein Duft ist herrlich, sein Aussehen
einladend - die ideale Pflanze für den Garten.
lavendel braucht einen wonnigen, warmen und geschützten
Standort, wie er ihn sonst in seiner Heimat am Mittelmeer
hat. |
| Liebstöckel |
Sein Standort sollte im Halbschatten
liegen und nicht zu trocken sein. Der Boden sollte nährstoffreich
sein, damit diese Pflanze gut gedeihen kann. Geerntet
werden im Jahreslauf das Kraut, Blätter, Früchte
und Wurzeln. Das Kraut kann je nach Bedarf bis zu 3x
im Jahr geschnitten werden. |
| Löwenzahn |
Ihn mußt du in den wenigsten
Fällen anbauen oder säen. Er taucht in den
meisten Gärten von alleine auf. Das Kraut muß
vor der Blüte geschnitten werden um zu trocknen,
vorsicht, denn die Blätter brechen sehr leicht. |
| Ringelblume |
Sie stellt wenige Ansprüche, schätzt lehmigen
Boden und ausreichend Wasser. Wenn sie dies bekommt
dankt sie es mit hübschen gelben Blüten. |
| Salbei |
Der Anbau für mehrere Jahre erfordert
eine warme Lage, Halbschatten wird gerade noch geduldet.
Die Aussaat erfolgt von April an. Salbei blüht
in Juni und Juli, die Blätter können während
des Sommers geerntet werden. |
| Schafgarbe |
Sie läßt sich einfach aus
Samen ziehen und blüht mehr als vier Monate bis
zum ersten Frost. Diese anspruchslose Pflanze sollte
es nur nicht zu feucht haben. |
| Tausendgüldenkraut |
Sonnig und feucht sollte der Platz
für diese Pflanze sein. Die Samen sät man
am bestenim frühen Sommern damit man im Juli/August
pikieren kann. Nach dem Winter die Pflänzchen ins
Freie setzen. Sie blühen zwischen Juli und September
und können als blühendes Kraut geerntet werden. |
| Wacholder |
Wenn du Wacholder anpflanzen willst
benötigst du lockeren, sandigen Boden. Die Beeren
reifen erst im dritten Jahrnach der Blüte und müssen
sorgsam einzeln gepflückt werden. Um sie aufzubewahren
muß du sie trocknen. Die Früchte werden im
Herbst gesammelt. |