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Wie meditiert man richtig?
Falsche Frage!
Wie meditierst Du richtig? Legst Du Dich zum meditieren auf
den Boden? Auf eine schöne Decke vielleicht? Setzt Du
Dich vielleicht lieber bequem in einen schönen Sessel?
Benutzt du ein spezielles Meditationskissen, oder legst Du
Dich in dein Bett? Ganz gleich wie. Wichtig ist, daß
Du Dich entspannen kannst. Im Bett ist allerdings die Gefahr
groß, daß Du einschläfst. (Mir geht das so....
böse Falle, dieses warme, weiche Bett
).
Ganz gleich, welche Möglichkeit du bevorzugst,
so gibt es doch einige Dinge, die du beachten solltest.
1) Die Körperhaltung
a) Die Wirbelsäule
Wichtig ist, daß deine Wirbelsäule immer gerade
ist. Achte darauf, kein Hohlkreuz zu machen.
Wenn du dich auf eine Decke legst, bzw. auf den Boden, solltest
du ein flaches Kissen nutzen, um deine Halswirbelsäule
in eine Linie mit der restlichen Wirbelsäule zu bringen.
Sonst ist dein Kopf leicht überstreckt. Abgesehen davon,
daß das auf Dauer recht unbequem und schmerzhaft werden
kann, soll dieser Umstand auch den Energiefluß behindern.
Ein weiteres Kissen oder eine Kissenrolle kannst du unter
deine Kniekehlen geben, um zu verhindern, daß du die
Kniegelenke überstreckst.
Wenn du auf einem Stuhl sitzt, achte darauf, nicht in ein
Hohlkreuz zu verfallen, wenn der Sessel z.B. keine durchgehende
Rückenlehne hat.
b) Die Beine und Füße
Wenn du auf einem Sessel sitzt, sollten deine Beine
in einem 45° Winkel stehen und somit paralell zur Wirbelsäule.
Der Sessel sollte also nicht zu niedrig sein.
Deine Fußsohlen sollten fest auf dem Boden stehen -
also sollte deine Sitzgelegenheit auch nicht zu hoch sein.
Deine Fußsohlen sind dein Erdungspunkt, wenn du sitzt.
Stelle deine Füsse parallel, etwa in Schulterbreite,
auf den Boden.
c) Die Arme und Hände
Lasse deine Arme locker herunterhängen, achte darauf,
daß du deine Schultern nicht verkrampfst. Wenn du liegst,
lasse deine Arme seitlich neben deinem Körper liegen.
Die Handflächen zeigen dabei nach oben. Presse sie nich
an deinen Körper, sondern lasse sie locker daneben liegen.
Wenn du sitzt, dann lasse deine Unterarme enstpannt auf deinen
Oberschenkeln liegen. Auch hier zeigen die Handflächen
nach oben.
(Warum nach oben? Sieh dir deinen Unterarm einmal an. Er besteht
aus zwei langen Knochen, die durch Bänder und Sehnen
mit dem Oberarm und dem Handgelenk verbunden sind. Deutet
die Handfläche nach oben, liegen beide Knochen geradlinig
nebeneinander. Wenn du deinen Unterarm nun langsam drehst,
erkennst du, daß die beiden Knochen dieser Drehung spiralartig
folgen. Das tut uns nicht weh, und das gehört so - doch
es entsteht dadurch eine gewissen Spannung im Arm - eine Muskelspannung).
Wenn dir das sehr unangenehm ist, kannst du im Liegen und
Sitzen natürlich die Hände auch ganz flach auf dem
Boden auflegen (das mildert die Spannung) oder mit den Händen
deine Knie abdecken. (In diesem Fall darauf achten, daß
du dich nicht verkrampfst.)
d) Der Kopf
Dein Kopf sollte eine Verlängerung deiner Wirbelsäule
sein. Halte ihn aufrecht und gerade. Achte darauf, nicht zur
Seite abzuweichen oder das Kinn zur Brust zu ziehen.
2) Die Atmung
Du solltest tief, gleichmäßig und ruhig atmen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich jedoch, daß genau
das Gegenteil eintritt, wenn man das möchte. Du kannst
dir hierbei mit einer kleinen Übung behelfen, die dir
irgendwann sozusagen in Fleisch und Blut übergehen wird.
Entspanne dich und atme ruhig ein, zähle deine Atemzüge
mit und spüre, wie die Luft bis in deine Lungen vordringt.
Atme entspannt. Zähle dabei: Einatmen (1), Ausatmen (2)
usw. Du kannst diese Übung so lange machen, bis du spürst,
daß du innerlich ganz ruhig bist und der Atem von selbst
tief und gleichmäßig wird. Erzwinge nichts und
gestatte deinem Körper seinen eigenen Rhythmus zu finden.
3) Die Meditationsdauer
Ob du eine halbe Stunde meditierst, oder eine Stunde, oder
aber auch nur 15 Minuten, das ist eigentlich völlig gleich.
Meditation ist nicht schädlich, du kannst sie weder überdosieren,
noch geschieht etwas, wenn du sie zu kurz gestaltest.
Nimm dir aber in jedem Fall Zeit dazu. Dein Körper, aber
auch dein Geist brauchen einige Minuten (gerade wenn du erst
lernst zu meditieren), bis sie sich entspannen und zur Ruhe
kommen. Meiner Erfahrung nach sind 15 bis 30 Minuten ideal.


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