Was du nicht willst das man dir
tut...das füg auch keinem anderen zu. Das besagt
ein altes Sprichwort. Du kennst sicher auch das Sprichwort
in dem es heißt: Wie man in
den Wald hineinruft, so schallt es zurück.
Du fragst dich jetzt vielleicht, was das bitte mit dem Hexentum
zu tun hat. Ob du es glaubst oder nicht - eine ganze Menge.
Du hast vielleicht gerade das gefühl, daß man
mit Magie alles erreichen kann, was ohne Magie unerreichbar
schien. Und zum Teil mag das auch stimmen. Und wie verlockend
sind die unzähligen Möglichkeiten, die einem da
durch den Kopf schwirren. Man könnte ja dem verhaßten
Mathelehrer einen Fluch an den Hals wünschen, und den
Jungen /das Mädchen das man schon lange niedlich findet
dazu bringen daß er/sie sich in einen verliebt. Gute
Noten würde es ab sofort ohne Anstrengung und ohne
Arbeit geben...
Aber halt!
Bereits jetzt, während du noch lernst mußt du
dir eines vor Augen führen. Magie anzuwenden bedeutet
Verantwortung zu übernehmen. Wie im "normalen"
Leben hat alles was du tust Konsequenzen.
Ein Beispiel:
Du ärgerst dich, weil dich eine Freundin versetzt hat,
obwohl ihr euch treffen wolltet. Du bist wütend. Und
weil du wütend bist fragst du nicht nach, warum sie
nicht kommen konnte sondern beschimpfst sie. Vielleicht
sogar in aller Öffentlichkeit. Daraus entsteht ein
großer Streit - eure Freundschaft erleidet dadurch
einen tiefen Riß und es dauert lange, bis alles wieder
in Ordnung ist (wenn es überhaupt wieder in Ordnung
kommt).
Du hättest den Streit verhindern können, wenn
du vorher darüber nachgedacht hättest, was du
ihr an den Kopf wirfst, wenn du zuvor überlegt hättest,
welche Auswirkungen dein Wutausbruch haben wird. Und natürlich
wenn du nach der Ursache gefragt hättest.
In der Magie ist es ganz genauso. Alles was du auf magischem
Wege tust, hat in irgendeiner Weise auch eine Auswirkung
auf dich. Du hast vielleicht schon einmal von der "Dreierregel"
gehört, die besagt, daß alles was du aussendest
dreifach zu dir zurückkehrt. Manche Hexen stimmen dieser
Regel zu, andere nicht. Einige meinen sogar, daß es
öfter als dreimal geschieht. Aber eigentlich ist es
unwichtig wie oft.
Tatsache ist, daß du etwas zurück erhältst.
Sendest du Positives aus, wirst du Positives zurückbekommen,
bei Negativem ist es genauso. Wenn du etwas "Böses"
tust, jemandem mutwillig schaden zufügst zum Beispiel,
dann wird sich das auch in deinem Leben bemerkbar machen.
Das heißt aber nicht, daß du dir z.B.
den Arm brichst, weil du das einem anderen Menschen gewunschen
hast. Es heißt nur, daß du die Negativität
zurückbekommen wirst. Es ist gut möglich, daß
als "Retourkutsche" ein lieber Mensch in deiner
Umgebung krank wird, oder du in einer anderen Form Probleme
bekommen wirst.
Es ist aber leider so, daß du - auch wenn du lange
nachdenkst - nicht immer alle Konsequenzen absehen kannst,
und auch mal einen Aspekt deines Handelns übersiehst.
Schließlich lernst du gerade erst. Trotzdem solltest
du über Konsequenzen nachdenken.
Und ich denke mir, gerade am Anfang ist es günstig,
wenn du eine Faustregel beachtest: